
| Sneek - Ein Außenbordmotor sollte ungefähr zur Hälfte unter Wasser liegen. Aber anstelle nur zur Hälfte sind viele Außenbordmotoren für immer untergetaucht. Vor allem in den Sommermonaten ist es wieder ein bekanntes Bild: Viele Wassersportler erstatten bei der Polizei Anzeige über den Diebstahl ihres Außenbordmotors. Bei einem Teil der Fälle können die Geschädigten keinen Einfluß nehmen, es kommt jedoch regelmäßig vor, daß der Diebstahl hätte vermieden werden können. |
Ein großer Vorteil des Außenbordmotors ist, daß man ihn mit handlichen Flügelmuttern einfach am Bootsspiegel befestigen kann. Diese Zweckmäßigkeit macht sich auch die Diebesgilde zunutze. In wenigen Augenblicken kann der Außenbordmotor von einem Boot in ein anderes gebracht werden. Der Kraftstoffschlauch wird durchgeschnitten und die Befestigungsmuttern werden gelöst. In manchen Fällen kann man auch noch den Tank mitnehmen, ohne die Schläuche durchzuschneiden. Ein Schaden von zumindest ein paar Hundert Gulden ist dann die Folge. Nun ist es Aufgabe der Polizei, den Täter zu ermitteln und möglichst auch noch den Außenbordmotor wiederzufinden.
Unvollständige Angaben
Es kommt jedoch regelmäßig vor, daß die Polizei mit den Angaben des Geschädigten nichts anfangen kann. Oft weiß der Geschädigte noch die Marke und die PS-Stärke des Motors, jedoch ist die Typen- oder Seriennummer in den meisten Fällen nicht bekannt. Die Polizei führt auf den Gewässern regelmäßig Kontrollen durch und notiert die Angaben von Besitzer, Boot und Motor. Stellt sich dann heraus, daß die Daten im Verzeichnis der gestohlenen Außenbordmotoren auftaucht, unternimmt die Polizei die notwendigen Schritte und leitet die Ermittlungen ein. Wurde die Seriennummer bei der Anzeige jedoch nicht angegeben, kommt der Dieb ungestraft davon. Wahrscheinlich fährt er mit dem gestohlenen Außenbordmotor gemütlich weiter oder verkauft ihn.
Sie können einige Maßnahmen treffen, um es den Dieben zu erschweren:
- Mit einem speziellen Signalstift oder einem wasserfestem Filzstift können Sie Ihr Eigentum mit einem Kode markieren. Deutschen Touristen wird empfohlen, den Kode aus dem Namen und einer beliebigen Ziffernfolge oder beispielsweise Straße und Hausnummer zusammenzustellen.
- Wenn Sie Ihr Boot längere Zeit nicht benutzen, sollten Sie den Außenbordmotor abbauen und ihn geschützt aufbewahren.
- Vertäuen Sie Ihr Boot nicht an abgelegenen Stellen.
- In Baumärkten und Wassersportgeschäften können Sie spezielle Schlösser für die Motorsicherung kaufen.
- Notieren Sie alle Angaben über Ihr Boot, den Außenbordmotor und das Inventar, wobei vor allem die Seriennummer wichtig ist.
- Auf dem Polizeirevier erhalten Sie kostenlos eine spezielle Registrierkarte, auf der alle Angaben festgehalten werden können.
Mit den genannten Maßnahmen erleichtern Sie sich und der Polizei die Arbeit und schrecken möglicherweise noch eventuelle Diebe ab.
© 1997 KY - D. Kaldenhoven / Schoenmaker MultyMedia · 1404